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Khorasan Weizen, vermarktet unter dem KAMUT® Warenzeichen, stammte nicht aus Ägypten, wo ihn ein amerikanischer Pilot 1949 zu ersten Mal in die Hände bekam. Ihm wurde erzählt, er käme aus einer ägyptischen Grabstätte, aber es ist wahrscheinlicher, dass er von einem Straßenhändler in Kairo verkauft wurde. Das antike Getreide der Pharaonen, das in den Grabstätten gefunden wurde, war Einkorn (s. unseren Abschnitt mit dem Titel „Ursprung und Systematik“).

Es ist nicht bekannt, wann Khorasan Weizen nach Ägypten kam, wo er heute Balady Durum genannt wird, was so viel wie „Einheimischer Durum“ heißt. Spekulationen über seinen Ursprung umfassen auch auf die Einführung durch die Armeen der alten Griechen oder Römer, oder möglicherweise auch später durch das byzantinische Reich. Örtliche Legenden werden von Bauern in der Türkei erzählt, wo man ihn noch auf kleinen Feldern finden kann.
Diese Legenden sagen, dass Khorasan, der auch „Kamelszahn“ oder „Weizen des Propheten“ genannt wird, das Getreide war, das Noah auf seiner Arche mitbrachte.

Nachstehend finden Sie eine kurze Geschichte des KAMUT® Marken Khorasan Weizens.


1949 – Khorasan Weizen kommt nach Amerika
Earl Dedman, ein in Portugal stationierter amerikanischer Pilot erhält die großen Weizenkörner des Urgetreides von einem Bekannten und schickt sie zu seinem Vater nach Fort Benton, Montana, USA.

1950 - 1964 – frühe Produktion als Neuheit
Die Familie Dedman pflanzt diesen Riesenweizen an und nennt ihn „König Tut’s Weizen“, da er einer Erzählung nach aus einer Grabstätte in Ägypten stammen soll. Es gibt jedoch noch kein kommerzielles Interesse. Später wächst der Weizen als Neuheit auf vielen kleinen Feldern und wird auf regionalen Messen verkauft. Mangels weiteren Interesses läuft die Neuheit aus und der Weizen verschwindet aus dem Blick der Öffentlichkeit. (siehe Zeitungsartikel von 1964 aus der Great Falls Tribune, Montana)

1965 – 1976 – Die Neuigkeit verliert an Interesse und der Weizen verschwindet wieder.

1977 – 1985 – Die Wiederentdeckung
Als Bob Quinn 1977 die Rückseite einer Corn Nuts® Schachtel liest, kommt ihm die Idee, den Urweizen, den er auf einer regionalen Messe in Fort Benton gesehen hat, mit dieser Firma zu verbinden. Er nimmt Kontakt mit der Firma Corn Nuts auf, um den Riesenweizen für einen Snack zu nutzen, und tatsächlich zeigt sie Interesse. Ein kleines Glas des Getreides wird von Mack Quinn, Bobs Vater, in Fort Benton ausfindig gemacht.

Aus einem kleinen Häufchen Körner wird eine Handvoll ausgewählt und zu ca. 41 kg in einem Garten in Montana und durch eine Saatgutfirma in Kalifornien herangezogen. Die Firma Corn Nuts verliert jedoch das Interesse und der Weizen verschwindet erneut von der Bildfläche.

1986 – Einführung in die Reformkostbranche
Der Riesenweizen wird auf einer Messe in Anaheim präsentiert. 41 kg werden auf 0,6 Hektar angepflanzt, da Konsumenten Interesse zeigen. Das Angebot steigt und schließlich werden 32,3 Hektar bepflanzt.
• 1986 - 41 kg werden auf 0,6 Hektar ausgesät
• 1987 - 8,1 Hektar bepflanzt
• 1988 - 32,3 Hektar bepflanzt

1988 – Der Riesenweizen wird der Reformkostbranche präsentiert, und die Firma Royal Angelus Macaroni produziert die ersten Nudeln unter dem Markennamen KAMUT®

1989 – Das erste Brot mit KAMUT® Khorasan Urweizen wird von Oasis Breads hergestellt. 

1990 – Das KAMUT® Warenzeichen wird durch die US Patent- und Warenzeichenbehörde registriert.

1991 – Das erste Müsli in den U.S.A, Einführung in Europa und wissenschaftliche Studien
Das erste Müsli mit KAMUT® Khorasan Weizen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass KAMUT® Khorasan Weizen für viele bekömmlich sein kann, die empfindlich gegenüber Weizen sind.
Erste Verschiffung von KAMUT® Khorasan Weizenmehl sowie ganzer Körner nach Europa.

1992 – 1999 – Wachstum und landwirtschaftliche Anbauversuche
Anbauversuche in ganz Europa, in Ägypten, Argentinien und Australien. Die besten Anbaugebiete im Blick auf die gewünschten Nahrungs- und Qualitätsmerkmale liegen in einer kleinen Region Nordamerikas, vor allem in Montana, North Dakota, Alberta und Saskatchewan. (Klicken Sie hier, um eine Karte der Anbaugebiete zu sehen)

2000 – 2009 – Anhaltendes Wachstum, Neue Märkte und Forschung

2001: Anbau auf 2.035 Hektar in Montana, Alberta und Saskatchewan für die Märkte in Nordamerika und Europa.

2008: Aussaat auf über 18.000 Hektar in Montana, Alberta und Saskatchewan.

Dieses phänomenale Wachstum hat zu Tausenden von Produkten geführt, die weltweit hergestellt werden: Brot, Nudeln, Müslis, Weizensnacks, Gebäck, Kräcker, Bier, Kaffee, Sirup und ein köstliches Weizengetränk. Neue Märkte umfassen Australien und Asien. Italien führt dieses Wachstum an. Dort wird jedes Jahr nahezu die Hälfte aller Produkte verkauft.

Kamut International sponsert weiterhin die Forschung, um den einzigartigen und besonderen Charakter dieses alten Weizens zu verstehen.